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Feste und Feiern im Waldorfkindergarten

Laternenfest

Im späten Herbst, wenn die Tage dunkler und kürzer werden, tragen wir mit den Eltern das Licht unserer vorher angefertigten Laternen hinaus in die Dunkelheit. Das Transparent unserer Laterne ist uns ein Bild für das Hellerwerden von innen her, sowie beim Menschen selber. Mit dem inneren Licht wird nicht nur das Eigene hervorgebracht, sondern man erhellt die ganze Welt. St. Martin, der Barmherzigkeit, Trost und Hoffnung in die Herzen bringt, dient uns innerlich als eine Vorbereitung der kommenden Adventszeit.

Ich trage ein Licht durch die Nacht;
Es ward mir einst von der Sonne entfacht,
Wie Sternenfunken leuchtet es rein,
Laterne, Laterne mit hellem Schein.

Nikolaus

Nun ist unsere ganze Aufmerksamkeit gerichtet auf das Wirken des Heiligen St. Nikolaus, des Bischofs von Myra. Er ist die symbolische Gestalt für Güte und eine klare Entschiedenheit für das Richtige und Helfer für die Menschenseele, sich auf Weihnachten vorzubereiten. Wir versuchen schon in der Vorbereitungszeit einen Abglanz dieser großen Individualität in Erscheinung zu bringen, ihn als Vermittler zum Wesen Christi zu verstehen. Durch Geschichten, Lieder und Reigenspiele, allen Kaufhausnikoläusen zum Trotz.

Am Nikolaustag bringt der Nikolaus uns einen Sack mit Äpfeln, Nüssen und Pfefferkuchen in den Kindergarten (doch nicht in Gestalt eines verkleideten Menschen).

Nikolaus, St. Nikolaus,
bitte komm in unser Haus,
wohnen gute Kinder hier,
singen schöne Lieder dir.

Advent

Zur Adventszeit pflegen wir für die Kinder und Eltern eine Adventsspirale zu legen. Mit Tannenzweigen wird eine große Spirale am Boden gelegt, Apfellichter stehen auf dem Weg nach innen. Mittendrin ist eine große Kerze, an der wir nacheinander unsere Apfellichter anzünden können, die wir auf diesem Weg aufgenommen haben. Ein Stillewerden, in sich gehen wird erlebbar. Auf dem Weg nach außen werden die Lichter wieder abgestellt und so wird langsam der Weg von innen nach außen erhellt und breitet sich aus. Es entsteht so eine Vorfreude auf die Erfüllung hin, die mit dem nahen Weihnachtsfest kommen möchte.

Die Spende des Lichts wir dankbar empfangen,
doch wollen wir nichts nur für uns erlangen.
Weiter wirs geben, der eine dem andern.
Mit wachsendem Leben, soll leuchtend es wandern.
Bis alle Kerzen der Brüder entzündet, bis jedem Herzen
Freude verkündet:
Nicht lange mehr währet die dunkelste Frist –
Es nahet der Christ.

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